Redaktion René Schellbach

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Schleichwerbung in der Zeitung von morgen?

Artikel & Kommentar auf kress.deLokaljournalismus wird 20- bis 30-Jährige nicht mehr erreichen, wenn er so weitermacht wie bisher. Davor warnt Benjamin Piel im „medium magazin“. Der Chefredakteur beim „Mindener Tageblatt“ hat keine Angst vor seichten Themen – und vor Schleichwerbung auch nicht. René Schellbach widerspricht in einem Leserkommentar.

„Jahrhundert-Sommer“: Vorsicht Superlative

SonnenblumenLangsam geht er zu Ende – der „Jahrhundertsommer“ 2018. Superlative im Journalismus sind riskant und dennoch weit verbreitet. Riskant, weil man wirklich sehr sorgfältig recherchieren muss, damit beim Schreiben kein noch größeres, noch wichtigeres, noch furchtbareres Ereignis unbeachtet bleibt.

Zukunft der Fachzeitschrift: Community und „Online first“

Medientage Müncehen: Fachleute diskutierten Ende Oktober über die Zukunft der Medien. (Bild: Medientage)Die Münchner Medientage machten es mal wieder deutlich: Die Zeiten von Print sind vorbei und kommen auch nicht mehr wieder. Jedenfalls wenn ein Verlag nur Print machen will. Das ist bislang bei vielen kleineren Fachverlagen der Fall. Sie haben eine Webseite, aber die ist nur das Anhängsel der gedruckten Titel. Texte werden ins Web kopiert, dazu ein paar News – meist Pressemitteilungen – und die Mediadaten. So kann es nicht weitergehen. So wird der Fachverlag untergehen. Ein Plädoyer für mutiges Machen im Online-Business.

SZ will Werbung zeigen und verschweigt Tracking

Screenshot: SZ gegen WerbeblockerGuter Journalismus kostet Geld. Das macht jetzt die Süddeutsche all jenen Usern deutlich, die mit Werbeblocker auf www.sueddeutsche.de kommen. Viele Internetnutzer haben solche Programme installiert, weil sie sich über flackernde, großflächige, aufdringliche Werbung ärgern. Die Süddeutsche will aber mehr. Die User sollen nicht nur die Werbung sehen, sondern sich auch noch analysieren lassen.

 

Deppen-Leerzeichen: Tipps gegen eine sprachliche Unsitte

Prima Artikel in der "Welt" gegen die verlotterten Sprachsitten: 6 Korn Flocken oder Thalia Theater ohne Bindestriche – das sind Deppen-Leerzeichen. Fehlt nur noch ein Artikel über das fehlende Leerzeichen zwischen zwei Substantiven wie bei InterCity oder MarktCheck. Schuld am Deppen-Leerzeichen sind leider auch wir Journalisten.

Zugunglück: Sensationsgier statt Sachlichkeit

Sondersendungen mit Live-Schaltungen an den Unfallort ohne viel Neues. Und die Tagesschau zeigt auch noch ein Handy-Video aus dem Unglückszug. Es wird spekuliert über die Ursachen des Zugunglücks in Bayern. Nichts gelernt aus den vielen Falschmeldungen nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeuges.

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Colloseum: Todesarena wird Modeladen

„Brot und Spiele“ hieß es im alten Rom. Heute offenbar: Klamotten und Mode. Ein Modefilialist nennt sich Colloseum. Klingt kolossal, großartig. Doch das Kolosseum im alten Rom war ein Ort grausamer Spiele. Hier kamen Menschen zu Tode – Gladiatoren, Kriegsgefangene, Sklaven. Ironie der Geschichte: Das Kolosseum hieß im alten Rom ganz anders.

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