Sprachpanscherei: Heinz Eckner war kein "Sidekick"

Der Schauspieler und Komiker Heinz Eckner ist tot. „Als Sidekick von Rudi Carrell in der Rolle des 'lustigen Dicken' gehörte er zu den prägenden Figuren der frühen deutschen TV-Geschichte“, schreibt Spiegel Online. Ja, er gehörte in der Zeit der Pril-Blumen einfach zur Fernseh-Unterhaltung. Aber ein „Sidekick“ war er ganz sicher nicht – auch Walter Sparbier war das nicht bei Wim Toelke. 

Hier sind Sprachpanscher am Werk. Den „Sidekick“ gibt es erst seit ein paar Jahren. Mit diesem Unwort bezeichnen Medienleute etwa Mario Andrack und Oliver Pocher und meinen „Stichtwortgeber“, „Fernsehpartner“, vielleicht auch „Buhmann“. Zum Glück ist der „Sidekick“ noch nicht im allgemeinen Sprachgebrauch, aber wein die Journalisten so weiter schreiben, wird sich das leider bald ändern.