Damaskus-Bloggerin outet sich als Amerikaner

Wer ihr Blog las, konnte meinen, bei der Revolte in Syrien mit dabei zu sein: Amina Arraf wurde für viele zum Symbol für den Kampf gegen das Assad-Regime. Doch das "Gay Girl" war weder lesbisch, noch ein Mädchen, und schon gar nicht in der syrischen Hauptstadt. Das berichtet heute die FTD.

Journalisten kritisieren schon lange die Unzuverlässigkeit von Web 2.0. So genannter user-generated content, Inhalte von Webnutzern, ist eine zweifelhafte Quelle. Die Identität der Nutzer und ihre Behauptungen sind kaum nachprüfbar. Dennoch hat gerade die Protestwelle in der arabischen Welt gezeigt, wie wichtig Youtube, Facebook und Blogs inzwischen sind bei der Meinungsbildung insbesondere der jungen Generation.

Der FTD-Beitrag wirft ein Licht auf den Journalismus: Die vermeintliche Stimme der Demokratie aus Damaskus war auch für Journalisten eine gern zitierte Quelle. Klasse: Die Zeitung schreibt auch über eigene Recherche-Fehler.