Gebühren für Qualitätsjournalismus sind keine Lösung

Der Qualitätsjournalismus hat es immer schwerer in Deutschland: Die Auflagen der Tageszeitungen sinken, die Einnahmen durch Anzeigen gehen zurück, Journalisten werden entlassen. Jetzt fordert der scheidende Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, eine Haushaltsabgabe – ähnlich den Rundfunkgebühren. René Schellbach hat das Interview von kress-online kritisch kommentiert.

GEZ bekommt eine neue Bedeutung: Gebühreneinzug für Zeitungen. Fixe Idee, keine Chance. Verlage sind gewinnorientiert. Verleger entscheiden, nicht Aufsichtsgremien. Und diese Verleger entscheiden viel zu oft falsch. Sie ruinieren den Qualitätsjournalismus und finden online kein Bezahlmodell. Schwacher Abgang, Herr Konken. Und kress fragte nicht kritisch nach internen DJV-Problemen: Warum konnten sich Stasi-Leute in Landesverbänden so lange halten? Qualitätsjournalismus muss selbstkritisch sein.