Schleichwerbung in der Zeitung von morgen?

 

Artikel & Kommentar auf kress.deLokaljournalismus wird 20- bis 30-Jährige nicht mehr erreichen, wenn er so weitermacht wie bisher. Diese Mahnung spricht „Mindener Tageblatt“-Chefredakteur Benjamin Piel im „medium magazin“ aus. Er hat keine Angst vor seichten Themen – und vor Schleichwerbung auch nicht. René Schellbach widerspricht in einem Leserkommentar.

Benjamin Piel plädiert unter anderem dafür, „mit althergebrachten Relevanzdogmen zu brechen“. Lokale Journalisten sollten ohne Angst vor Schleichwerbung über Geschäfte, Kneipen und Restaurants schreiben, weil viele Jüngere sich für dieses Umfeld interessierten.

René Schellbach dazu auf kress.de:

Ja, die Lokalzeitung muss jünger werden - online first, mehr Video, mehr Leser-Dialog. Aber Schleichwerbung bewusst zulassen? Die Social Media Agenturen werden sich freuen und noch mehr Gratis-Content in die Redaktionen drücken. Die Verlage können noch mehr bei den Honoraren sparen. Und damit geht dann noch mehr vom Alleinstellungsmerkmal der Zeitung verloren – Seriosität, Vertrauenswürdigkeit, Qualität. Ja, klingt altmodisch. Aber nur so unterscheidet sich die Zeitung von Facebook & Instagram.