Redaktion René Schellbach

Journalist & PR-Experte
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Steinmeier: „Voll auf die Presse“ bedroht unser Gemeinwesen

Die Verlage verlieren Geld, das Internet setzt neue Spielregeln, die Leser wollen mitbestimmen. Wie steht es um die „vierte Gewalt“? Sind Politiker nicht froh über eine Schwächung des Journalismus? Nein, und das hat gute Gründe, sagte Frank-Walter Steinmeier bei der Verleihung der Lead Awards. Zutreffend beschreibt er das „Zusammentreffen von Wirtschafts- und Glaubwürdigkeitskrise“. Die lesenswerte Rede gibt es im Wortlaut im Feuilleton der FAZ.

Schande: Markwort schrieb unter Pseudonym über FC Bayern

„Focus“-Herausgeber Helmut Markwort hat bestätigt, dass er für „Focus Online“ als „Moritz Rodach“ über den FC Bayern München berichtet hat. Ein Unternehmenssprecher betonte am Mittwoch, dass Markwort keinem Interessenkonflikt erlegen sei. Markwort gehört dem FC-Bayern-Aufsichtsrat an. So gent das nicht, kommentiert René Schellbach den Vorfall auf kresse.de.

Wie ein Schüler via Twitter Sportjournalisten narrte

Gerüchte verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer, aber erst wenn sie in den Medien landen, werden sie richtig glaubwürdig. Journalisten müssen dagegenhalten – mit Recherche und guten Quellen. Doch der Zeitdruck ist groß. Wohin es führt, wenn man ungeprüft abschreibt, das zeigt gerade ein 17-jähriger Schüler, der sich bei Twitter als Sportjournalist registrierte. Al Jazeera nannte ihn als Quelle für einen Fußballer-Transfer beim FC Liverpool – und die Meldung ging um die Welt.

„Abendzeitung“ ist pleite, „Die Zeit“ so erfolgreich wie nie

Wieder geht eine bedeutende Tageszeitung den Bach runter. Die Müncher „Abendzeitung“ hat Insolvenz angemeldet. Und fast zur gleichen Zeit diese Meldung aus Hamburg: „Die Zeit“ hat 2013 ein Rekordergebnis eingefahren. Wie passt das zusammen?

BGH: Bezahlte Artikel sind „Anzeige“ – Pressearbeit wird wichtiger

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem Medienurteil für Klarheit gesorgt. Verlage müssen von einem Unternehmen bezahlte Artikel deutlich mit dem Wort „Anzeige“ kennzeichnen. „sponsored by“ reicht nicht. Damit wird die scharfe Trennung zwischen redaktionell recherchierten Artikeln und bezahlten Inhalten gestärkt. Das Urteil hat große Bedeutung über den entschiedenen Einzelfall hinaus.

Journalismus und die neue Macht der Leser

Carsten Knop, Ressortleiter Unternehmen der FAZ, hat in Baden-Baden einen geistreichen Vortrag über die Zukunft des Journalismus gehalten. Er meint: Die Leser waren noch nie so gut informiert, bevor sie einen Artikel lesen, die Journalisten geraten immer mehr unter Druck. Aber damit eröffnen sich auch neue Möglichkeiten.

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„Jahrhundert-Sommer“: Vorsicht Superlative

Langsam geht er zu Ende – der „Jahrhundertsommer“ 2018. Superlative im Journalismus sind riskant und dennoch weit verbreitet. Riskant, weil man wirklich sehr sorgfältig recherchieren muss, damit beim Schreiben kein noch größeres, noch wichtigeres, noch furchtbareres Ereignis unbeachtet bleibt.

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Schleichwerbung in der Zeitung von morgen?

Lokaljournalismus wird 20- bis 30-Jährige nicht mehr erreichen, wenn er so weitermacht wie bisher. Davor warnt Benjamin Piel im „medium magazin“. Der Chefredakteur beim „Mindener Tageblatt“ hat keine Angst vor seichten Themen – und vor Schleichwerbung auch nicht. René Schellbach widerspricht [ ... ]

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