Redaktion René Schellbach

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Wellness kostet unterschiedlich viel. (Bild: Schellbach)Wellness in der Therme oder Urlaub im Süden – oft zahlt man in der Hochsaison mehr als andere Kunden. Klar, Angebot und Nachfrage. Aber Zuschläge empfinden die Gäste als unfair. Warum nur denken die Marketing-Strategen nicht um?

Beispiel Therme Erding bei München. Wer samstags, sonntags oder an Feiertagen kommt, muss satte vier Euro Zuschlag zahlen. Rabatte mögen alle. Besseres Marketing wäre es daher, den Normalpreis anzuheben und Besuchern zu nachfrageschwachen Zeiten einen Rabatt zu gewähren.

Nur eines geht bekanntermaßen nicht auf: „20 Prozent auf alles außer Tiernahrung.“ Daran ist die Baumarktkette Praktiker zugrunde gegangen. Auch viele Möbelhäuser überbieten sich mit Rabatt-Schlachten. Die Kunden warten auf die Aktionspreise, der Handel verliert Marge. Im Urlaub und in der Therme ist das anders. Viele Kunden können nur kommen, wenn viele andere Kunden auch kommen können. Gegen Überfüllung hilft der höhere Preis. Den aber sollten die Anbieter nicht brutal als Zuschlag kommunizieren.