Redaktion René Schellbach

Freier Journalist für Text - Foto - Layout

Kurz nach dem Abitur, im September 1984, habe ich den journalistischen Weg als freier Mitarbeiter beim Haller Tagblatt in Schwäbisch Hall begonnen. Neben dem Studium und danach habe ich bis 1991 fürs „HT“ geschrieben. Jetzt ist das Heimatblatt aus dem Nordosten Baden-Württembergs in die bundesweiten Schlagzeilen geraten, jedenfalls in Fachtiteln für Medienleute.

„Ich bin glücklich, dass ich bessere Zeiten erlebt habe“, sagt Wolf von Lojewski über den Journalismus im Zeitalter von Internet und Social Media. Er sieht den Beruf bedroht, weil immer weniger Zeit bleibt für die Recherche. Der langjähriger Moderator beim „heute-journal“ im ZDF ist inzwischen 75 und gab Deutschlandradio Kultur ein nachdenkenswertes Interview.

Dem aktuellen „Spiegel“ liegt eine leuchtende und nur drei Millimeter dünne LED Card bei, berichtet der Mediendienst kress online. Damit trommelt der Volkswagen-Konzern bei 10.000 „Spiegel“-Abonnenten für seinen neuen VW up. René Schellbach hat dazu einen warnenden Kommentar geschrieben.

Der Schauspieler und Komiker Heinz Eckner ist tot. „Als Sidekick von Rudi Carrell in der Rolle des 'lustigen Dicken' gehörte er zu den prägenden Figuren der frühen deutschen TV-Geschichte“, schreibt Spiegel Online. Ja, er gehörte in der Zeit der Pril-Blumen einfach zur Fernseh-Unterhaltung. Aber ein „Sidekick“ war er ganz sicher nicht – auch Walter Sparbier war das nicht bei Wim Toelke.

Discounter setzen Edeka & Co. Unter Preisdruck. Diese haben daher billige Eigenmarken eingeführt, die preislich gegen Aldi oder Lidl bestehen können. Sie heißen „ja!“ (Real), „gut & günstig“ (Edeka) oder „tip“ (Rewe). Jetzt jedoch zeigt das NDR-Fernsehen in seiner Verbrauchersendung „Markt“ eine üble Masche mit neuen Eigenmarken – die viel teurer sind.

Immer mehr Firmen nutzen die Gunst der Stunde: Nach der Wulff-Affäre streichen sie die Rabatte für Journalisten. Jetzt auch Air Berlin und die Deutsche Telekom, berichtet dpa.

Kürzlich habe ich über das Thema bereits gebloggt
Pressereisen: Wie sich Literatur-Kritiker ködern lassen
DB schafft Journalistenrabatt ab – endlich

Reisejournalisten werden gern eingeladen, Autojournalisten auch. Weniger bekannt: Auch Buchverlage laden Journalisten auf Wellnesstrips und Städtetouren ein, um Neuerscheinungen zu bewerben. Können Journalisten so noch unabhängig und kritisch berichten? Toller Bericht im NDR-Kulturjournal – Text und Video des Beitrages hier.

Kürzlich habe ich hier kritisch über den Presserabatt der Bahn gebloggt.

Auf der EuroCIS, der IT-Messe für den Einzelhandel, drehte sich alles um neue Technologien für Marketing und Management. Was Handel und Hersteller begeistert, damit wecken kritische Journalisten Ängste bei den potenziellen Käufern.

Christian Wulff sorgte für moralische Empörung in den Medien. Doch Journalisten lassen sich auch sehr gern unter die Arme greifen. Die viel beschworene „Unabhängigkeit der Presse“ wird da gern mal ein Stückchen beiseite geschoben. Jetzt findet die Bahn, ihr Rabatt für Journalisten sei „nicht mehr zeitgemäß“. Immerhin knapp 50 Prozent Nachlass gab es für die Bahncard.

Wie sieht es aus hinter den Kulissen des Handels? Das interessiert Journalisten und Verbraucher immer wieder. Gewerkschaften klagen über schlechte Arbeitsbedingungen, Warentester bemängeln die Qualität von Artikeln und Mediziner warnen vor Schadstoffen. Schlagzeilen sind schnell geschrieben und dann ist der Schaden für den Handel groß. Die ARD blickte zur besten Sendezeit hinter die Kulissen – und erreichte damit eine tolle Quote.