Redaktion René Schellbach

Freier Journalist für Text - Foto - Layout

3sat nano onlinehandelEine schöne Geschichte über die Öko-Bilanz im Online-Handel hatte gerade „nano“, das Wissenschafts-Magazin von 3sat, im Programm. Der Paketversand durch Internet-Einkäufe verringert den Verkehr. Der Beitrag beleuchtet anschaulich „die letzte Meile“ in der Lieferkette des Online-Handels, den Weg vom Paketzentrum zur Haustür.

Handelsimmobilien in den so genanten 1a-Lagen finden reißenden Absatz bei steigenden Preisen. Weniger tolle Standorte haben es schwer – jedenfalls dann, wenn die Eigentümer überhöhte Mieten oder Kaufpreise verlangen. 31 ehemalige Hertie-Häuser stehen leer, die betroffenen Bürgermeister machen Druck, denn die großen Gebäude werden zum Schandfleck. Was können die Kommunen tun?

Wochen-Angebote vom V-MarktImmer mehr Papier im Briefkasten: Der Handel lockt die Kunden mit viel Werbung in die Läden. Ärgerlich nur, wenn das Schnäppchen nicht mehr vorrätig ist. Noch ärgerlicher, wenn es sich nicht um Sonder-Artikel handelt, sondern um das Basis-Sortiment. So geschehen heute beim V-Markt in Memmingen. Die beworbene Coca-Cola war ausverkauft. Der Marktleiter weist Kritik zurück – mit sonderbaren Argumenten.

Die ARD setzt ihre „Marken-Check“-Serie fort. Wenig Neues brachte der Vergleich von Edeka und Rewe. Bei Eigenmarken sind sie so billig wie die Discounter, die Arbeitsbedingungen sind nicht immer fair und Öko-Siegel halten nicht alle Versprechen. Weniger gut war jetzt die Zuschauerquote beim TUI-Check. Und der Reiseveranstalter antwortet mit einer ungewöhnlich langen Pressemitteilung mit vielen Vorwürfen.

Bayerischer Leberkäs mit Fleisch aus Belgien oder Sylter Salatdressing ohne jeden Bezug zur Insel – das sind keine Einzelfälle. Handel und Lebensmittel-Hersteller entdecken die Region, und die irrregeführten Verbraucher greifen zu. Ökotest und Verbraucherschützer kritisieren das schon lange. Das Handelsblatt hat eine schöne Fotoserie zusammengestellt, nennt Produkte beim Namen. Mit lesenswerten Bildtexten.

China denkt langfristig – und forciert Journalismus für Afrika

Während der Westen Afrika weitgehend ignoriert, steigen die chinesischen Staatsmedien im großen Stil ein, berichtet Newsroom.de. Fazit von Newsroom: „China investiert nicht nur viel Geld in Afrika, sondern sorgt mit seinen Medien auch für die positive Grundstimmung auf dem Kontinent. Ein geschickter Schachzug.“ Genau so ist es.

Online verdrängt Print immer mehr, fürchten die Anhänger der klassischen Tageszeitung.  Doch in Belgien halten die Verleger tapfer dagegen. Newspaperswork, die Marketing-Gemeinschaft aller belgischen Zeitungsverlage, hat bei Youtube ein Video eingestellt, das zeigen soll, wie fesselnd die gedruckte Tageszeitung ist.

Zwei Backshops in München wehren sich gegen Hygiene-Anforderungen. Sie klagen vor dem Münchner Verwaltungsgericht gegen Bescheide des Kreisverwaltungsreferats. Die Behörde will, dass die Läden beim Selbstbedienungsverkauf eine Sperre einbauen, damit Kunden Brezeln und Brötchen nicht anfassen und dann zurücklegen können. Viel realer ist jedoch eine andere Gefahr – und dagegen tun die Behörden wenig.

Menschen mit Behinderung haben es nicht leicht in unserer Gesellschaft. Aber es gibt Behinderte, die auf ihren Rechten bestehen. So geschehen kürzlich in Koblenz. Eine blinde Frau erhielt mit ihrem Blindenhund keinen Zugang zu einem Netto-Discountmarkt. Die Frau rief nicht nur nach der Polizei, sondern auch nach dem Fernsehen.

Der Spiegel hat ein bemerkenswertes Interview mit dem Philosophen David Precht geführt, der ab September eine eigene Sendung im ZDF bekommt. Geistesiwssenschaftler, so sagt er, pflgen einen in der Uni hart antrainierten Jargon,  Philosophen bearbeiten viel zu oft nur die Vergangenheit.