Redaktion René Schellbach

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Einen kritischen Blick auf die Freiheit des Journalismus wirft das ZDF-Fernsehmagazin „Frontal 21“. Seit Nixon, sagt ein US-Journalist, habe keine US-Regierung die Pressefreiheit so sehr eingeschränkt wie die Regierung Obama. „Auch in Deutschland suchen die Behörden unerbittlich nach Verrätern, wenn etwas aus dem Regierungsapparat durchsickert“, meinen die ZDF-Reporter. Harte Worte – und zahlreiche Beispiele.

Suchtreffer bei GoogleSuchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass bei Anfragen von Internet-Nutzern an eine Suchmaschine die eigene Firma weit oben in der Liste platziert wird. Die wichtigste Suchmaschine ist längst Google. Und damit bestimmt Google die Regeln, nach denen die Treffer angezeigt werden. Dafür sorgen geheime Algorithmen – und mache Tricks zur Search Engine Optimization, kurz SEO. Doch solche Tricks können böse enden. Expedia ist gerade ein warnendes Beispiel.

WDR-Polizistinnenmord kleinSeit 2007 schreiben die deutschen Medien über den „Polizistinnenmord“ von Heilbronn. Auch jetzt wieder, in der Berichterstattung über den NSU-Prozess. Dabei geht es „nur“ um den Mord an einer Polizistin. Das ist schlimm genug. Schlimm ist aber auch die journalistische Schlampigkeit.

 

 

Sale-Schild bei SixMit großen Prozent-Zeichen machen viele Händler auf ihre Sonderverkaufsaktionen aufmerksam. Und als Freund der deutschen Sprache muss man leider feststellen, dass der Begriff „Sale“ immer öfter in der Werbung auftaucht. Der Modeschmuck-Filialist Six treibt es auf die Spitze: Sechs Sprachen zeigt das Plakat im Schaufenster – aber Deutsch ist nicht dabei.

Werbung soll verkaufen, aber noch verkaufsfördernder ist eine „gute Presse“. Besonders heiß umworben sind Motorjournalisten. Sie berichten über ihre Autotests und dabei überlassen die Hersteller möglichst wenig dem Zufall. Aus einer aktuellen Stellenanzeige von Mazda kann man lesen, was alles getan wird für eine positive Berichterstattung.

„Mister History“, Guido Knopp, ist abgetreten. Sein Stellvertreter Stefan Brauburger wurde Chef der Zeitgeschichte im ZDF. Knopp machte Geschichte für breite Schichten zugänglich, doch was sich jetzt abzeichnet, ist eine Verflachung des Niveaus. Der Medienjournalist und Blogger Stefan Niggemeier hat zu dem Thema alles geschrieben, was zu sagen, zu beklagen ist.

Axel Springer macht wieder Schlagzeilen im Medien-Business. Vier Monate nach dem Verkauf von Regionalzeitungen und Programmzeitschriften nutzt der Verlag sein Finanzpolster und kauft den Fernsehsender N24. Das ist ein Kraftakt, denn von selbst wachsen Print und Digital nicht zusammen.

Im September gibt es in den Supermärkten bereits Lebkuchen. Doch nicht nur Weihnachten wird vorgezogen. Auch das Jahr wird immer früher abgeschlossen und bilanziert. Im Rennen um den meistgesehenen, meistverkauften Jahresrückblick kommen die Medien mit dem Rückblick auf das Jahr 2013 bereits Ende November auf den Markt. Davon betroffen ist nicht nur die seichte Unterhaltung.

Es fehlt noch ein ganzer Monat bis zum Jahreswechsel. Dennoch kürte die Gesellschaft für Deutsche Sprache schon jetzt die besten Schlagzeilen deutschsprachiger Medien im Jahr 2013. Was soll's. Es sind wieder tolle Sprachschöpfungen dabei. Gute Schlagzeilen sagen mehr als tausend Worte. In der täglichen Presse-Hektik sind sie Schmuckstücke der Sprachschöpfung – oft gewollt und manchmal auch ungewollt doppeldeutig. Dieses Jahr gibt es aber gleich mehrere Schönheitsfehler.

Die britische Supermaktkette Tesco hat jetzt detailliert aufgelistet, wie viele Lebensmittel auf dem Weg zum Verbraucher weggeschmissen werden. „Es ist das erste Mal, dass ein Lebensmittelhändler so tiefe Einblicke in die Mülltonnen gewährt“, freut sich Zeit Online im Blog. Die Zahlen sind erschütternd, aber für Handelsexperten nicht unerwartet.